ELBE+ - Hamburgs elektronische Bearbeitung von Leitungsanfragen

Nicht nur in Hamburg wird viel gebaut. Doch dort haben es Betroffene nun leichter, schnell und unbürokratisch an relevante Informationen zu kommen. Bei jedem Bauvorhaben müssen Baustellenbetreiber verpflichtend prüfen, welche Leitungstrassen sich unter ihrer Baustelle befinden, um diese nicht zu verletzen.

Mit der elektronischen Bearbeitung von Leitungsanfragen (ELBE+) im öffentlichen Grund wird eine kartenbasierte Internet-Plattform für den Hamburger Raum geschaffen, um aktuelle, vollständige und zuverlässige Informationen darüber zu erhalten, ob und ggf. welche Ent- oder Versorgungsleitungen an einer bestimmten Stelle im öffentlichen Untergrund vorhanden sind. Interesse an diesen Informationen haben Verwaltungsdienststellen der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH), Tiefbauunternehmen, die Öffentlichkeit und die Ent- und Versorgungsunternehmen (EVU) selbst. U.a. geht es darum, dass Entscheidungs- und Genehmigungsvorgänge zu geplanten und durchzuführenden Tiefbaumaßnahmen sowie die Bauausführungen vor Ort besser aufeinander abgestimmt und koordiniert erfolgen können, so dass Zeit und Geld in größerem Umfang eingespart werden können. Außerdem wird ein solches System dazu beitragen, dass Öffentlichkeit und Wirtschaft frühzeitig über „leitungsbedingte“ Tiefbaumaßnahmen mit erheblichen verkehrlichen Behinderungen informiert und ggf. Verkehrsströme gezielt umgelenkt  bzw.  alternative Routen angeboten werden.

In einem ersten Schritt hat der Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung (LGV) der FHH einen Prototyp unter dem Namen ZALT entwickelt, um die technische Machbarkeit und die Möglichkeiten eines kartenbasierten Auskunftsportals auch für weitere Anwendungen aufzuzeigen: Die Leitungsanfrage im Prototyp erfolgte ausschließlich zentral über das Internet. Über standardisierte Web-Services wurden alle beteiligten EVU automatisch, jedoch nur für das jeweilige Projektgebiet, georeferenziert angefragt. Die Antwort (Leitungen vorhanden/nicht vorhanden) erfolgte unmittelbar und ebenfalls automatisch über das System. Nach Realisierung des elektronischen Aufgrabescheins ist eine produktive Umsetzung von ELBE+ in Hamburg sowohl aus städtischer Sicht als auch über die Zusammenarbeit im Arbeitskreis  EVU von Seiten der Leitungsbetreiber gewünscht. Auf Basis einer zwischenzeitlich angefertigten Vorstudie wurden die Notwendigkeit und der dringende Bedarf nachgewiesen, ein solches System für Hamburg zu implementieren.
Auf dieser Grundlage hat die Projektgruppe ELBE+ unter Federführung von LGV ein Umsetzungskonzept entwickelt und mit dem IT-Dienstleister Dataport und der Firma grit kompetente Partner zur Umsetzung gefunden. Dataport verwaltet im Auftrag der Finanzbehörde die Telekommunikationsleitungen der FHH und hat bereits zu diesem Zweck ein internes webbasiertes Auskunftssystem. Das vorhandene System wird um spezifische Funktionen erweitert und im Internet zugänglich gemacht.
Die Produktivsetzung von ELBE+ ist zu Beginn des Jahres 2016 geplant. LGV wird ab diesem Zeitpunkt die Geschäfts- und Koordinierungsstellenfunktion für ELBE+ wahrnehmen.

Mehr Informationen zu ELBE+ finden Sie auf der Website der Stadt Hamburg.

Ihr Ansprechpartner für ELBE+:
Dr. Brit Schnegelsberg
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