Behörden-Geodaten-Browser bei der Amprion

Energieversorger haben im Allgemeinen einen hohen Bedarf an Information zu räumlichen Daten. Bei kleinen Stadtwerken sind die Anforderungen noch übersichtlich. Bei großen Konzernen wie der Amprion, deren Versorgungsgebiet sich über mehrere Bundesländer erstreckt, ist die Thematik schon komplexer.

Deshalb erstellte grit in deren Auftrag einen Geodaten-Browser für den online-Zugriff auf amtliche Geodaten. Damit verfügt die Amprion nun über eine Plattform, über die zentral auf alle Infrastrukturdaten sowohl innerhalb des Unternehmens  als auch auf die Daten der beteiligten Länder zugegriffen werden kann.

Der Mutterkonzern der Amprion ist die RWE AG mit Hauptsitz in Essen. Die RWE hat eine Reihe von  Europäischen Töchtern und ist als zweitgrößter Energieversorgungskonzern Deutschlands in mehreren Bundesländern vertreten. Bereits 2009 beschloss der Konzern, dass eine schnelle und erfolgreiche Einführung eines Geodaten-Browsers nur durch funktionierende Kooperation aller involvierten Stellen erreicht werden kann. Um dies von Anfang an sicher zu stellen, trafen sich noch vor Projektstart Vertreter von Amprion und grit, der Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen der Länder der Bundesrepublik Deutschland (AdV), des Bundesamts für Kartographie und Geodäsie (BKG) sowie der Vermessungsverwaltungen fast aller beteiligter Bundesländer. Schließlich handelte es sich um das erste Projekt dieser Art bei einem so großen Unternehmen und stellte für alle Parteien eine gewisse Herausforderung dar.

Anwenderfreundlich, zukunftssicher und Standard-konform

Bereits nach einem halben Jahr waren alle vereinbarten Ziele erreicht, zur Zufriedenheit aller Projektverantwortlichen. Innerhalb der Amprion wurde eine zentrale Infrastruktur bereitgestellt. Autorisierte Mitarbeiter konnten so jederzeit auf aktuelles Kartenmaterial zentral zugreifen – und zwar länderübergreifend.
Auch der Vorgabe, das System Standard-konform und damit zukunftssicher aufzubauen, wurde nachgekommen. Es muss jederzeit ohne großen Aufwand an Veränderungen in der IT-Landschaft der Amprion (und auch der amtlichen Datenerzeuger) angepasst werden können. Außerdem müssen die Daten innerhalb einer einheitlichen Infrastruktur auf einfache und anwenderfreundliche Weise abrufbar sein, ohne ein spezielles Training der Sachbearbeiter.
 
Die Systemarchitektur richtet sich nach dem internen Workflow
Ein typisches Anwendungsbeispiel hierfür ist die Planung neuer Leitungstrassen. Dafür wird eine Vielzahl von räumlichen Daten aus verschiedenen Quellen benötigt. Neben Orthophotos und eigenen Trassendaten sind auch Informationen zu Schutzgebieten und Ballungsräumen die Grundlage für eine professionelle Planung. Die zuständigen Sachbearbeiter können auf alle Daten in einem zentralen System zugreifen. So kann eine verlässliche Planung auf Basis aktueller Datenbestände erfolgen.
Realisiert wurde das System mit ausgesuchten Komponenten des xGDM-Frameworks. Neben Beauskunftung und Planung von Sachverhalten, ist auch die Einbindung unterschiedlicher Raumbezugssysteme für das xGDM-Framework kein Problem.

Höhere Produktivität
Die Verantwortlichen bei Amprion freuen sich über ein gut funktionierendes System, das schon heute die GDI-Schnittstellen der Bundesländer und des BKG nutzt, sozusagen als „Geheimwaffe“ gegen Google Maps: „Der Zugriff auf räumliche Daten mit den zugehörigen Sachinformationen gehört zu unserem täglichen Geschäft“, sagt Christian Grüne, Projektleiter Geodaten-Browser bei Amprion in Dortmund. „Deshalb sind wir uns sicher, dass sich die Investition in dieses Projekt schon nach kurzer Zeit rechnen wird – aufgrund von Einsparungen durch höhere Produktivität der Mitarbeiter.“
 
Das bringt es der Amprion:

  • Stets aktueller Zugriff auf amtliche Geobasidaten (Orthophotos, Schutzgebiete etc.)
  • Einbindung eigener Trassendaten in das Gesamtsystem
  • Reduzierung der IT-Kosten durch Verwendung OGC-konformer Geobasisdaten

 
Ihr Ansprechpartner zum Projekt:

Olaf Schimmich
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