ELBE+ - Elektronische Bearbeitung von Leitungsanfragen in Hamburg

 

 Smart City: Im Sinne der Strategie der Digitalen Stadt Hamburgs stellt das Online Portal einen wichtigen Baustein dar. Unter den Kommunen ist Hamburg damit Vorreiter.

In den Straßen Hamburgs verlaufen die Versorgungsleitungen für Telekommunikation, Gas, Wasser, Strom und Fernwärme. Im Zentrum befinden sich in einer Straße teilweise bis zu 50 Kabelrohre. Um Schäden bei Erdarbeiten zu vermeiden, müssen Baustellenbetreiber wissen, wo die Leitungen verlegt sind und sollten daher schnell und unbürokratisch an relevante Informationen kommen. Sie sind verpflichtet zu prüfen, welche Leitungstrassen sich wo befinden.


In der Vergangenheit musste ein Tiefbauunternehmen für jede Baustelle jeden regionalen Versorger einzeln anfragen. Gerade für auswärtige Unternehmen ohne Ortskenntnisse war das immer wieder eine Herausforderung, weil sie nie sicher waren, ob sie alle betroffenen Leitungsbetreiber erreicht hatten.


Die Lösung heißt ELBE+ (ELektronische BEarbeitung von Leitungsanfragen) und ist seit Mai 2016 verfügbar. ELBE+ ist ein gemeinsames Projekt des Landesbetriebes Geoinformation und Vermessung (LGV) mit verschiedenen in Hamburg tätigen Leitungsbetreibern. Wichtig in der Umsetzung ist die Einhaltung von Standards und die Nutzung der vorhandenen IT-Struktur, zum Beispiel der Geodateninfrastruktur (GDI) Hamburgs. Vorteile gibt es für mehrere Seiten: Die Nutzer erhalten schnell und kostenlos alle benötigten Informationen und die Leitungsbetreiber müssen nur dann tätig werden, wenn ihre Leitungen vom Bauvorhaben betroffen sind. Dafür sorgt die Verwendung der Zuständigkeitsanalyse in ELBE+.


Das LGV fand mit ihrem IT-Dienstleister Dataport und der grit die idealen Partner für die technische Umsetzung. Dataport ist der größte IT-Dienstleister in Norddeutschland, verwaltet im Auftrag der Finanzbehörde die Telekommunikationsleitungen der FHH und hat bereits zu diesem Zweck ein internes webbasiertes Auskunftssystem. grit arbeitet schon seit vielen Jahren mit Dataport zusammen. Die grit hatte bereits die dataportinterne Planwerksauskunft und GDI realisiert als das Projekt ELBE+ begonnen wurde. Die dort gewonnenen Erfahrungen trugen viel zum Gelingen des Projektes bei.


ELBE+ kommt bei allen Beteiligten erfolgreich an. Zu den sechs beim Start verfügbaren Leitungsbetreibern konnten bislang 14 weitere Unternehmen angeschlossen werden. Nach und nach sollen weitere Leitungsbetreiber hinzukommen. Außerdem ist geplant, andere Verwaltungsverfahren mit ELBE+ zu koppeln, um beispielsweise Genehmigungsprozesse zu optimieren.


Alle Informationen zum Projekt finden Sie unter www.elbe.plus.

Ihr Ansprechpartner:
Dr. Brit Schnegelsberg
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!